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Proteste schaden City-Wirtschaft

26. August 2010 - Einzelhandelsverband, City-Initiative und IHK Stuttgart verurteilen die totale Innenstadtverkehrsblockade, die von den Stuttgart 21-Gegnern am Mittwoch ausgelöst wurde.

Die Konsequenz war, dass Kunden und Gäste sowie Arbeitnehmer weder in die Innenstadt noch am Abend nach Hause kamen, die Einzelhandelsgeschäfte klagten über erhebliche Umsatzausfälle (bis zu 80 %). Rettungsdienste waren blockiert, geschäftliche und private Termine konnten nicht eingehalten werden.

Neben dem wirtschaftlichen Schaden verursachte die Verkehrsblockade viele Probleme auch im privaten Bereich. So konnten verzweifelte Mütter ihre am Treffpunkt wartenden kleinen Kinder nicht rechtzeitig abholen, blieben alte, kranke Menschen unberücksichtigt und unversorgt und konnten wichtige Arzttermine nicht wahrgenommen werden. Von einer solchen Blockade seien viele Einzelschicksale betroffen.

Nicht zuletzt lebt die Stuttgarter Bevölkerung unterm Strich von der Wertschöpfung durch die einheimische Wirtschaft und eine Mehrheit der Bevölkerung hat dort auch ihre Arbeitsplätze, so die Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Sabine Hagmann, stellvertretend für die Wirtschaft. Damit treffen die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Einzelnen, nicht nur die Unternehmer, sondern auch kurz- und mittelfristig die Mitarbeiter und die Bewohner der Region Stuttgart selbst. Das kann nicht gewollt sein.

Die Interessenverbände appellieren deshalb an die Gegner von S 21 dringend, bei allem Verständnis, die Verhältnismäßigkeit zu wahren und nicht das Wirtschaftsleben in der City zu blockieren, so Citymanager
Hans H. Pfeifer.

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