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EC-Karten-Probleme: Handel kritisiert Banken

6. Januar 2010

"Der Ärger mit den fehlerhaften Chips auf EC-Karten zeigt, wie unverzichtbar das elektronische Lastschriftverfahren, also das Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift, ist", sagte heute in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Viele Einzelhändler würden auf das Bezahlen mit Karte und Unterschrift vertrauen. Das hätte dazu beigetragen, dass sich die Probleme mit den fehlerhaften Bankkarten einigermaßen in Grenzen gehalten hätten. Trotz der von den Banken favorisierten neuen SEPA-Lastschrift halte der Handel an dem alten Lastschriftverfahren fest, das sich bewährt habe.

Eine fehlerhafte Programmierung von Chips, die sich auf vielen Karten fast aller Banken befinden, habe zu Problemen bei der Akzeptanz dieser EC-Karten geführt. Betroffen seien nicht nur Geldautomaten, sondern auch Zahlungsterminals des Handels. "Im Einzelhandel zeigen sich die Probleme mit den fehlerhaften Bankkarten bei etwa einem Fünftel von insgesamt einer Million Zahlungsterminals an den Kassen", so der HDE-Chef. Viele Kunden hätten aber hoffentlich auf andere Zahlungsmittel ausweichen können. GENTH: "An der Behebung des Problems wird gearbeitet. Im Laufe dieser Tage bis Anfang der kommenden Woche können die Kunden wieder problemlos mit EC-Karte und Pin-Nummer im Handel bezahlen."

Der aktuelle Vorfall sei leider kein Einzelfall. Ausfälle des EC-Kartensystems gebe es regelmäßig, kritisierte GENTH. "Die Kreditwirtschaft muss dafür sorgen, dass die von ihr angebotenen Systeme zuverlässig funktionieren. Schließlich zahlt der Einzelhandel hierfür jedes Jahr Gebühren in dreistelliger Millionenhöhe", sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer. "Die Banken müssen für Ausfälle des Systems mit Ausfallgarantien und Schadensersatz gerade stehen. Wir fordern eine entsprechende Regelung, der sich die Banken bisher allerdings widersetzen", sagte Genth.

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