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HDE

14. Oktober 2009

HDE: Einweg ist klar erkennbar

Verbraucher entscheiden sich bewusst immer öfter für die Einweggetränkeflasche anstatt für die Mehrwegvariante. Sie schätzen die bessere Transportfähigkeit der leichten Plastikflaschen, die variablen Füllgrößen der Gebinde und selbstverständlich auch den generellen Preisunterschied zu Wässern in Mehrwegflaschen. In Berlin wies heute der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) Vorwürfe zurück, dass der Rückgang der Mehrwegquote auf rund 50 Prozent seine Ursache in der angeblich nicht ausreichenden Kennzeichnung der Einweggebinde habe. "Die bisherige Kennzeichnung der Einwegflaschen ist eindeutig und unmissverständlich und folgt den gesetzlichen Vorgaben", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

"Die Verbraucher können sehr gut zwischen den klar und einheitlich gekennzeichneten Einwegflaschen und den Mehrweggebinden unterscheiden." Genth wies damit die Schlussfolgerungen einer aktuellen Shopperstudie der Nielsen Company GmbH zurück. Danach soll rund die Hälfte der Verbraucher Einwegflaschen in Einwegkisten kaufen, weil es ihnen wichtig sei, dass die Getränkeverpackungen wieder befüllt würden. "Die Befragung zeigt nur, dass das Pflichtpfand sein Ziel, die Mehrwegquote zu steigern, völlig verfehlt hat. Die Verbraucher entscheiden sich aber nicht irrtümlich für Einwegflaschen, weil diese vom Handel zwischen Mehrweggebinden platziert würden oder weil die Kennzeichnung nicht klar sei. Sie wollen bewusst Einweg kaufen. Nicht der Einzelhandel, sondern die Politik ist für den Rückgang des Mehrweganteils verantwortlich", sagte Genth. 99 Prozent der nach der Verpackungsverordnung pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen nehmen am System der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) teil und tragen alle deutlich sichtbar ein einheitliches, den Verbrauchern bekanntes Logo. Die Kunden hätten eben noch andere Kaufkriterien als die Wiederbefüllbarkeit der Verpackungen, die sie letztlich zu Einweg greifen lassen anstatt zum Beispiel zur klassischen 0,7-Liter Mineralwasser-Glasflasche, sagte der HDE-Chef. Im Mehrwegbereich wäre eine Vereinheitlichung der diversen Kennzeichen und Beschriftungen für eine bessere Verbraucherorientierung sicher wünschenswert. Aber, so Genth: "Bei Einweg sollte endlich der Aufwand von Handel und Industrie zur Umsetzung des Pflichtpfands sowie zur der ebenfalls sehr aufwendigen einheitlichen Kennzeichnung anerkannt werden. Es muss akzeptiert werden, dass dies alles nicht geholfen hat, die Attraktivität von Einweg für die Verbraucher zu mindern."

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