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6. März 2002 Rentenurteil kein Anlass für Steuererhöhungen "Das Urteil setzt ein deutliches Signal an den Gesetzgeber, die aufgestauten Strukturreformen im Altersvorsorgesystem nun endlich konsequent anzugehen." Dies erklärte heute in Berlin Hermann Franzen, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände (BDH). Anlass war die heutige Verkündung des langerwarteten Urteils zur Besteuerung von Renten und Pensionen. Das Bundesverfassungsgericht habe eindrucksvoll deutlich gemacht, dass es nicht mehr akzeptieren wird, wenn der Gesetzgeber weiter passiv bleibt, sagte Franzen. Rentner und Pensionäre müssten gleichmäßig belastet werden, aber auch die Lasten von heutigen und kommenden Generationen fair geschultert werden. Nach jahrelanger Verzögerung müsse der Gesetzgeber nun zügig Klarheit über die künftigen Regelungen zur steuerlichen Behandlung von Beiträgen und Alterseinkünften schaffen. Eine gleichmäßige
Behandlung von Renten und Pensionen dürfe jedoch nicht zu
neuen steuerlichen Nachteilen führen. "Der Handel sieht im
Urteil des Bundesverfassungsgerichts einen eindeutigen Auftrag an
den Gesetzgeber, eine systematisch schlüssige steuerliche
Behandlung von Renten und Pensionen zu schaffen," so Franzen
weiter. "In einer Phase, in der der Staat von seinen Bürger
eine größere Eigeninitiative zur Zukunftsvorsorge
erwartet, muss das Sparen für die Altersvorsorge auch
steuerlich begünstigt werden. Dies kann am ehesten durch die
nachgelagerte Besteuerung von Alterseinkünften
gewährleistet werden." Eine stärkere steuerliche
Belastung von Renten sei nicht vertretbar, wenn die Beiträge
zur Altersvorsorge weiterhin aus zu versteuerndem Einkommen
erbracht werden müssten. Heute ins Berufsleben eintretende
Generationen müssten daher die Beiträge zur
Altersvorsorge steuerlich vollständig geltend machen
können, wenn zum Zeitpunkt des Rentenbezugs die Besteuerung
zugreift. Für diejenigen, die heute bereits ihre
Beiträge "Versuchen der Politik, den mit der Neuregelung zu erwartenden Finanzierungsbedarf über Steuererhöhungen, insbesondere bei Verbrauchsteuern, abzuschöpfen, wird der Handel entschieden entgegentreten," warnte Franzen. Handel und Verbraucher würden nicht länger Leidtragende einer verfehlten, Strukturreformen ausweichenden Politik sein wollen. Bereits in den vergangenen Jahren habe die Politik mehrfach den scheinbar bequemen Weg eingeschlagen, Verbrauchern Geld abzunehmen, anstatt durch mutige und entschlossene Reformen in den sozialen Sicherungssystemen Gestaltungsspielräume für private Initiative zu eröffnen. Sinkende Kaufkraft und Konsumzurückhaltung würden den Handel zunehmend in Bedrängnis bringen. "Weitere steuerliche Belastungen kann der Handel nicht mehr verkraften, ohne dass die Binnenkonjunktur massiv gefährdet würde," konstatiert Franzen. Für weitere Informationen
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